Website Heatmap Tools visualisieren das Nutzerverhalten – doch nicht alle helfen dir dabei, dieselben Fragen zu beantworten.
Ein kostenloses Tool kann ausreichen, um zu erkennen, wo Besucher klicken, welche Bereiche ihre Aufmerksamkeit halten und wie weit sie auf einer Seite scrollen. CRO-, E-Commerce- und UX-Teams benötigen jedoch häufig zusätzliche Funktionen, um Zielgruppensegmente zu vergleichen, dynamische Elemente zu analysieren, Friction zu erkennen und aggregierte Verhaltensmuster mit einzelnen User Sessions zu verknüpfen.
In diesem Vergleich stellen wir fünf der führenden Website Heatmap Tools 2026 gegenüber. Dabei betrachten wir ihre Heatmap-Funktionen, Filter- und Segmentierungsmöglichkeiten, Vergleichsfunktionen, Friction-Erkennung, Datenschutzeinstellungen, die Benutzerfreundlichkeit bei der Analyse und das Preis-Leistungs-Verhältnis.
Einen umfassenderen Überblick darüber, wie Heatmaps funktionieren und wie du sie richtig interpretierst, findest du in unserem kompletten Guide zu Website Heatmaps. Wenn du die Heatmap-Funktionen von Mouseflow genauer kennenlernen möchtest, besuche unser Website Heatmap Tool.
Die besten Heatmap Tools im Überblick
Welches Website Heatmap Tool das beste ist, hängt davon ab, was du mit Heatmaps erreichen möchtest. Einige Plattformen bieten kostenlosen Zugang zu den wichtigsten Analysefunktionen, die für viele Websites bereits ausreichen. Andere unterstützen Optimierungsteams dabei, Segmente miteinander zu vergleichen, interaktive Inhalte zu analysieren, Friction genauer zu untersuchen oder Heatmap-Muster mit umfassenderen Daten zur User Journey und Conversion zu verknüpfen.

*Die Preise basieren auf den zum Zeitpunkt der Erstellung öffentlich verfügbaren Informationen. Die Preise von Mouseflow und Crazy Egg sind in US-Dollar angegeben, während Contentsquare seinen Growth-Tarif bei jährlicher Abrechnung ab 39 € pro Monat anbietet. Die Preisseite von Hotjar verweist Neukund inzwischen auf die Preise von Contentsquare. Funktionen, Limits und Preise können sich ändern.
Der entscheidende Unterschied zwischen diesen Tools liegt nicht darin, ob sie Heatmaps anbieten, sondern darin, wie weit Teams mit ihrer Analyse gehen können. Microsoft Clarity bietet umfangreiche Heatmap-Funktionen ohne kostenpflichtiges Abonnement. Teams mit strengeren Anforderungen an Data Governance sollten die Nutzungsbedingungen jedoch sorgfältig prüfen. Dazu gehören insbesondere das Independent-Controller-Modell, die zulässige Datennutzung, Consent-Anforderungen sowie Einschränkungen für Inhalte aus den Bereichen Gesundheitswesen, Finanzdienstleistungen und Behörden.
Crazy Egg bietet einen praktischen Weg von der Analyse einzelner Seiten bis hin zu A/B-Tests, verfügt jedoch über weniger umfangreiche Funktionen für Friction-Erkennung und Journey Analytics. Hotjar bietet Bestandskund weiterhin einen vertrauten Workflow, während Neukund zu Contentsquare weitergeleitet werden. Contentsquare erweitert die Analyse um Enterprise Journeys, Umsatzdaten und Governance-Funktionen. Mouseflow konzentriert sich auf Heatmap-basierte Analysen und verbindet Segmentierung, interaktive Analysen, Vergleiche und Friction-Erkennung mit Session Replay.
Die folgenden Einzelbewertungen betrachten die Stärken, Einschränkungen, Preise und idealen Anwendungsfälle der einzelnen Plattformen genauer.
So haben wir die Heatmap Tools bewertet
Welche Heatmap Software die „beste“ ist, hängt davon ab, was du herausfinden möchtest. Ein Content-Team, das prüfen will, ob Leser das Ende eines Artikels erreichen, hat andere Anforderungen als ein E-Commerce-Team, das Kaufabbrüche im Checkout untersucht.
Um einen einheitlichen Vergleich zu ermöglichen, haben wir Mouseflow, Microsoft Clarity, Hotjar, Contentsquare und Crazy Egg anhand derselben Kriterien bewertet.
- Heatmap-Abdeckung und Analysetiefe
Click Heatmaps und Scroll Heatmaps bilden die Grundlage: Alle Tools in diesem Vergleich können zeigen, welche Elemente Klicks erhalten und wie weit Besucher auf einer Seite scrollen.
Darüber hinaus haben wir Movement Heatmaps, Attention Heatmaps, Geo Heatmaps, Conversion Heatmaps und Friction Heatmaps berücksichtigt. Mehr Heatmap-Typen machen ein Produkt nicht automatisch besser, erweitern aber die Bandbreite der Fragen, die sich damit beantworten lassen. Eine Attention Heatmap kann beispielsweise zeigen, wo Besucher besonders viel Zeit verbringen, während eine Friction Heatmap sichtbar macht, wo sich Click Rage, Dead Clicks oder Interaktionsfehler auf einer Seite häufen.
Auch der Detailgrad innerhalb der einzelnen Heatmaps floss in die Bewertung ein. Metriken auf Elementebene können konkretere Erkenntnisse liefern als Farben allein, da sie dabei helfen, sinnvolle Interaktionen von wiederholten oder erfolglosen Interaktionen zu unterscheiden.
- Unterstützung dynamischer und interaktiver Elemente
Moderne Websites bleiben nur selten in dem Zustand, der auf einem ursprünglichen Screenshot zu sehen ist. Navigationsmenüs werden aufgeklappt, Produktfilter aktualisieren Ergebnisse, Modalfenster erscheinen und Single-Page Applications verändern Inhalte, ohne eine neue URL zu laden.
Wir haben deshalb bewertet, wie gut die einzelnen Plattformen solche dynamischen Zustände erfassen und analysieren können. Ohne Unterstützung für dynamische oder interaktive Elemente können Klicks aus verschiedenen Seitenzuständen auf einem einzigen statischen Screenshot zusammengeführt werden, wodurch die Heatmap schwerer zu interpretieren ist.
- Segmentierung, Filter und Vergleiche
Eine aggregierte Heatmap kann wichtige Unterschiede zwischen Besucher verbergen. Mobile und Desktop-Nutzer sehen möglicherweise unterschiedliche Layouts, Paid Traffic kann sich anders verhalten als Organic Traffic und Besucher, die konvertieren, können völlig anders mit einer Seite interagieren als diejenigen, die sie verlassen.
Bei der Bewertung haben wir berücksichtigt, welche Filter zur Verfügung stehen, wie einfach sie angepasst werden können, ob sich Segmente speichern lassen und ob Heatmaps direkt miteinander verglichen werden können. Eine dedizierte Vergleichsfunktion ist besonders für CRO-Teams wertvoll, die das Verhalten vor und nach einem Redesign, auf verschiedenen Geräten oder zwischen unterschiedlichen Experimentvarianten untersuchen möchten.
- Friction und Problemerkennung
Ein Hotspot ist nicht immer ein positives Signal. Wiederholte Klicks können Interesse zeigen, aber genauso auf einen defekten Button, ein irreführendes Bild oder ein Element hindeuten, das Besucher fälschlicherweise für klickbar halten.
Wir haben bewertet, ob die Plattformen Verhaltensweisen und Probleme wie Click Rage, Dead Clicks, Click Errors, JavaScript-Fehler und Probleme mit Formularen erkennen. Außerdem wurde berücksichtigt, ob diese Signale direkt in einer Heatmap visualisiert und mit den Sessions verknüpft werden können, in denen sie aufgetreten sind.
- Verknüpfung mit Session Replay
Heatmaps zeigen aggregierte Verhaltensmuster, während Session Replay die Abfolge und den Kontext hinter diesen Mustern liefert.
Alle fünf Tools bieten Session Recordings an, weshalb die reine Verfügbarkeit kein aussagekräftiges Unterscheidungsmerkmal darstellt. Stattdessen haben wir bewertet, wie einfach Analyst von einem Heatmap-Element, Segment oder Friction-Signal zu den Session Recordings derselben Besuchergruppe wechseln können.
- Benutzerfreundlichkeit bei der Analyse und Integrationen
Bei der Bewertung haben wir Installation, Navigation, Reporting, Datenexporte und den Konfigurationsaufwand berücksichtigt, der erforderlich ist, bevor eine aussagekräftige Heatmap zur Verfügung steht.
Automatisch erstellte Heatmaps können den Setup-Aufwand für Marketing- und UX-Teams reduzieren. Plattformen mit umfangreicheren Konfigurationsmöglichkeiten bieten dagegen möglicherweise mehr Kontrolle über die Analyse, erfordern aber auch mehr Fachwissen.
Auch Integrationen mit Analytics-Plattformen, A/B-Testing-Tools, E-Commerce-Systemen, Tag Managern und Collaboration-Tools wurden berücksichtigt, da Heatmap-Erkenntnisse in der Praxis nur selten innerhalb eines einzigen Tools bleiben.
- Datenschutz, Compliance und Data Governance
Behavior-Analytics-Tools können sensible Interaktionen erfassen, wenn sie nicht korrekt konfiguriert sind. Deshalb haben wir Funktionen zum Maskieren und Ausschließen von Daten, Consent-Anforderungen, Data Residency, Aufbewahrungsfristen, Möglichkeiten zur Löschung einzelner Datensätze, Account-Zugriffe sowie Einschränkungen hinsichtlich der Websites oder Informationen berücksichtigt, die erfasst werden dürfen.
Neben den Produktseiten wurden auch öffentlich verfügbare Nutzungsbedingungen und Datenschutzinformationen geprüft. Diese Unterscheidung ist wichtig: Eine Plattform kann Funktionen zur Unterstützung der DSGVO-Compliance anbieten, während ihre Bedingungen zusätzliche Vorgaben zu Dateneigentum, zulässiger Datennutzung, internationalen Datenübertragungen oder sensiblen Informationen enthalten.
Kein Analytics-Tool macht eine Website automatisch rechtskonform. Website-Betreiber sind weiterhin dafür verantwortlich, eine geeignete Rechtsgrundlage zu schaffen, erforderliche Einwilligungen einzuholen, die Erfassung sensibler Informationen zu verhindern und zu dokumentieren, wie Besucherdaten verarbeitet werden.
- Preise und Preis-Leistungs-Verhältnis
Der Vergleich berücksichtigt kostenlose Tarife, Testversionen, öffentlich verfügbare Einstiegspreise, Traffic-Limits, Aufbewahrungsfristen und Funktionen, die ausschließlich in höheren Tarifen verfügbar sind.
Die Preismodelle unterscheiden sich deutlich. Einige Plattformen rechnen nach aufgezeichneten Sessions ab, andere nach Pageviews, während Enterprise-Tarife häufig nur auf Anfrage erhältlich sind. Das Preis-Leistungs-Verhältnis wurde deshalb anhand der Funktionen bewertet, die für ein realistisches Traffic-Volumen zur Verfügung stehen – und nicht allein anhand des niedrigsten beworbenen Preises.
Die Bewertung basiert auf öffentlich verfügbaren Produktdokumentationen, Preisseiten, Datenschutzinformationen und Nutzungsbedingungen. Es handelt sich nicht um einen praktischen Benchmark, bei dem alle Tools unter identischen Testbedingungen geprüft wurden. Funktionen, Limits und Preise können sich ändern. Wichtige Anforderungen sollten deshalb vor dem Kauf direkt beim jeweiligen Anbieter bestätigt werden.
Die besten Website Heatmap Tools im Vergleich
1. Mouseflow
Am besten geeignet für: CRO-, E-Commerce-, Marketing- und UX-Teams, die Nutzerverhalten vergleichen, Friction identifizieren und Conversion-Hürden genauer untersuchen möchten.
Mouseflow bietet sieben automatisch generierte Heatmap-Typen: Click Heatmap, Scroll Heatmap, Movement Heatmap, Attention Heatmap, Geo Heatmap, Interactive Heatmap und Friction Heatmap. Zusammen decken sie sowohl grundlegende Fragen zum Engagement als auch detailliertere Analysen von Zögern, dynamischen Elementen und Frustration ab.
Mit dem Side-by-Side-Vergleich von Heatmaps lassen sich zwei Zeiträume, Seiten, Geräte, Segmente oder Heatmap-Typen direkt in einer Ansicht gegenüberstellen. Mithilfe von Filtern kann das Verhalten unter anderem nach Gerät, Traffic-Quelle, Kampagne, Standort, Browser, Betriebssystem und benutzerdefinierten Tags analysiert werden.
Mouseflows Friction Detection erkennt Signale wie Click Rage, Click Errors, Dead Clicks und Probleme mit Formularen. Friction kann auf Seiten- und Elementebene visualisiert und anschließend in den entsprechenden Session Recordings genauer untersucht werden. Neben Heatmaps und Session Replay bietet die Plattform außerdem Funnels, Form Analytics, Journey Analytics und Feedback-Umfragen.
Datenschutz und Compliance: Mouseflow bietet automatische IP-Maskierung, konfigurierbare Ausschlüsse von Inhalten, Consent-Integrationen, ein Data Processing Agreement sowie EU-Datenspeicherung für Daten von EU-Kund. Diese Funktionen unterstützen die DSGVO-Compliance. Kund müssen das Tracking jedoch weiterhin korrekt konfigurieren und erforderliche Einwilligungen einholen.
Stärken
- Sieben Heatmap-Typen, einschließlich Interactive Heatmap und Friction Heatmap
- Dynamische Filter und gespeicherte Segmente
- Side-by-Side-Vergleich von Heatmaps
- Direkte Verbindung zwischen Friction-Signalen, Heatmaps und Session Recordings
- EU Data Residency und konfigurierbare Datenschutzeinstellungen
Einschränkungen
- Erweiterte Heatmap-Typen erfordern einen kostenpflichtigen Tarif
- Teams, die nur gelegentlich Click- oder Scroll-Daten benötigen, schöpfen die umfangreichere Plattform möglicherweise nicht vollständig aus
- Die Vielzahl an Analysemöglichkeiten kann mehr Einarbeitung erfordern als bei einem einfachen kostenlosen Tool
Preis: Mouseflow bietet einen kostenlosen Tarif mit 500 Sessions pro Monat. Kostenpflichtige Tarife beginnen bei jährlicher Abrechnung bei 25 US-Dollar pro Monat. Eine 14-tägige Testphase bietet Zugang zu Premium-Funktionen.
Für wen eignet sich Mouseflow? Mouseflow ist eine gute Wahl, wenn Heatmaps ein zentraler Bestandteil deines CRO- oder UX-Workflows sind und du von aggregierten Verhaltensmustern zur Identifikation von Friction, zum Vergleich verschiedener Zielgruppen und zur Analyse der dahinterliegenden Sessions wechseln möchtest. Einen direkten Funktionsvergleich findest du unter Mouseflow vs. Microsoft Clarity oder Mouseflow vs. Hotjar.
2. Microsoft Clarity
Am besten geeignet für: Kleine Teams und kostenbewusste Projekte, die Heatmaps und Session Recordings ohne Traffic-Limits oder Abonnementkosten nutzen möchten.
Microsoft Clarity ist eine kostenlose Behavior-Analytics-Plattform mit Click, Scroll, Area, Attention und Conversion Heatmaps. Conversion Maps stehen für Projekte zur Verfügung, bei denen Clarity Kauf-Events erkennt, und zeigen, welche Bereiche einer Seite zu Käufen beitragen.
Heatmaps lassen sich unter anderem nach Gerät, Browser, Standort, Traffic-Quelle, Kampagne, Nutzeraktionen und benutzerdefinierten Tags filtern. Filter können als Segmente gespeichert werden. Außerdem können Teams Heatmaps verschiedener Zielgruppen, Geräte, Seiten oder Zeiträume miteinander vergleichen.
Neben Heatmaps bietet Clarity Session Recordings, Funnels, die Erkennung von Rage Clicks und Dead Clicks, JavaScript-Error-Tracking sowie KI-generierte Zusammenfassungen. Darüber hinaus lässt sich die Plattform unter anderem mit Google Analytics und Shopify integrieren.
Datenschutz und Compliance: Microsoft gibt an, dass Clarity als Data Controller DSGVO-konform ist und Funktionen für Consent und Content-Masking bereitstellt. Die Nutzungsbedingungen definieren Microsoft und den Website-Betreiber jedoch als unabhängige Controller und erlauben Microsoft, erhobene personenbezogene Daten unter anderem zur Produktverbesserung und für Werbeprofile zu verwenden. Für die volle Funktionalität bei Besucher aus dem EWR, dem Vereinigten Königreich und der Schweiz ist ein gültiges Consent-Signal erforderlich. Die Bedingungen untersagen außerdem den Einsatz von Clarity auf Inhalten, die sensible Nutzerinformationen enthalten könnten, und nennen unter anderem Gesundheitswesen, Finanzdienstleistungen und behördenbezogene Informationen als Beispiele.
Stärken
- Kostenlos und ohne Traffic- oder Website-Limits
- Fünf Heatmap-Typen, darunter Attention und Conversion Maps
- Heatmap-Vergleiche und gespeicherte Segmente
- Session Replay und Frustrationssignale
- Integrationen mit Google Analytics und Shopify
Einschränkungen
- Weniger spezialisierte Möglichkeiten zur Analyse interaktiver Elemente und von Friction als Mouseflow
- Daten einzelner Nutzer können nicht gelöscht werden, ohne das gesamte Projekt zu löschen
- Clarity berücksichtigt die Do-Not-Track-Einstellung des Browsers nicht
- Microsoft ist laut seinen Bedingungen nicht verpflichtet, Support-Leistungen bereitzustellen
- Die Bedingungen zur Datennutzung entsprechen möglicherweise nicht den Anforderungen jeder Organisation
Preis: Microsoft Clarity ist kostenlos. Es gibt weder einen kostenpflichtigen Tarif noch ein Traffic-basiertes Upgrade.
Für wen eignet sich Microsoft Clarity? Clarity ist eine gute Wahl, wenn du eine kostenlose Möglichkeit suchst, Klicks, Aufmerksamkeit, Scrollverhalten, Käufe und einzelne Sessions zu analysieren. Organisationen mit strengen Anforderungen an Data Governance oder Websites mit sensiblen Nutzerinformationen sollten die Bedingungen von Microsoft und die vorgesehene Datennutzung vor der Implementierung sorgfältig prüfen.
3. Hotjar
Am besten geeignet für: Kleinere UX-, Marketing- und CRO-Teams, die eine einfach zugängliche Kombination aus Heatmaps, Session Recordings und User Feedback suchen.
Hotjar ist für seinen unkomplizierten visuellen Workflow bekannt. Die Heatmaps umfassen Click- bzw. Tap-, Move-, Scroll-, Engagement-Zone- und Rage-Click-Ansichten. Engagement Zones kombinieren Klick-, Bewegungs- und Scroll-Daten, um die Bereiche hervorzuheben, die besonders viele Interaktionen erhalten. Rage-Click-Maps konzentrieren sich dagegen auf potenzielle Frustration.
Teams können Heatmaps anhand von Kriterien wie Datum, Gerät, Traffic-Quelle, Standort, Landing- und Exit-Seiten, Events und Nutzerattributen filtern, wobei die verfügbaren Optionen vom jeweiligen Tarif abhängen. Hotjar erstellt seine Heatmaps auf Basis derselben Session-Daten, die auch für Session Recordings erfasst werden. Wie viel Nutzerverhalten in den Heatmaps abgebildet wird, hängt daher von der Session-Abdeckung des gewählten Tarifs ab. Nutzer können außerdem einen Screenshot aktualisieren oder manuell erfassen, wenn sie beispielsweise ein Dropdown oder einen anderen dynamischen Seitenzustand analysieren möchten.
Hotjar verbindet die Analyse des Nutzerverhaltens außerdem mit Umfragen und Feedback-Widgets. Das ist besonders hilfreich, wenn ein Team nicht nur sehen möchte, wo Nutzer Schwierigkeiten haben, sondern sie innerhalb desselben Workflows auch direkt zu ihrer Experience befragen möchte.
Datenschutz und Compliance: Hotjar bietet Funktionen zum Unterdrücken und Maskieren von Daten, Consent-Integrationen sowie Dokumentationen zur Unterstützung der DSGVO und anderer Datenschutzanforderungen. Wie bei allen Tools in diesem Vergleich bleiben Kund dafür verantwortlich, die Datenerfassung korrekt zu konfigurieren.
Stärken
- Einsteigerfreundliches Interface für UX- und Marketing-Teams
- Fünf Heatmap-Ansichten, darunter Engagement Zones und Rage Clicks
- Session Recordings und Feedback-Tools innerhalb desselben Workflows
- Praktische Filter für typische Research- und CRO-Fragestellungen
Einschränkungen
- Erweiterte Filter und Insights hängen vom gewählten Tarif ab
- Dynamische Seitenzustände können eine manuelle Erfassung oder Aktualisierung des Heatmap-Screenshots erfordern
- Weniger spezialisierte Heatmap-Typen und Vergleichsmöglichkeiten als bei Mouseflow
- Der Übergang zu Contentsquare kann es für Neukund schwieriger machen, sich einen klaren Überblick über das aktuelle Produkt- und Pricing-Angebot zu verschaffen
Preis: Hotjar bleibt für bestehende Kund verfügbar. Die öffentliche Preisseite verweist Neukund inzwischen jedoch auf die aktuellen Free-, Growth-, Pro- und Enterprise-Tarife von Contentsquare.
Für wen eignet sich Hotjar? Hotjar bleibt eine relevante Option für bestehende Kund und Teams, die die vertraute Kombination aus Heatmaps, Session Recordings und Feedback schätzen. Neukund sollten diesen Workflow vor ihrer Entscheidung mit den aktuellen Contentsquare-Tarifen vergleichen.
4. Contentsquare
Am besten geeignet für: Große Unternehmen, die Digital Experience Analytics über mehrere Teams, User Journeys, Märkte und Websites mit hohem Traffic hinweg benötigen.
Contentsquare kombiniert Heatmaps und Session Replay mit Journey Analytics, Error- und Performance-Monitoring, Umfragen, KI-generierten Insights sowie umfassenderen Funktionen für Product und Experience Analytics. Die Standard-Heatmaps zeigen Klicks, Hovers, Scrollverhalten und Aufmerksamkeit, während zonenbasierte Heatmaps einzelne Seitenelemente mit Engagement- und Conversion-Ergebnissen verknüpfen.
Der Growth-Tarif ergänzt die Plattform um zonenbasierte Heatmaps, Journey Analytics, Impact Quantification und KI-Zusammenfassungen. Pro erweitert den Funktionsumfang um nachträgliche präzise Filtermöglichkeiten, Revenue Goals und Zusammenfassungen mehrerer Session Recordings. Enterprise bietet zusätzlich unbegrenzt viele Projekte, Experience Monitoring, Data Feeds, dedizierten Support und Service Level Agreements.
Datenschutz und Compliance: Contentsquare bietet umfangreiche Funktionen für Datenschutz, Sicherheit und Governance im Enterprise-Bereich, darunter Maskierung, Zugriffskontrollen und vertragliche Dokumentation. Die genauen Funktionen, das Support-Level und die Regelungen zur Datenverarbeitung hängen vom gewählten Tarif ab und sollten im Rahmen des Beschaffungsprozesses geprüft werden.
Stärken
- Heatmaps in Verbindung mit Journey- und Umsatzanalysen
- Zonenbasierte Analyse einzelner Seitenelemente
- Error-, Performance- und Experience-Monitoring
- Erweiterte Governance- und Support-Funktionen für Enterprise-Kund
- KI-Zusammenfassungen und Analysen über mehrere Funktionen hinweg
Einschränkungen
- Viele erweiterte Funktionen erfordern Growth, Pro oder Enterprise
- Implementierung und Einführung können mehr organisatorische Ressourcen erfordern
- Preise für Pro und Enterprise werden nicht öffentlich angegeben
- Die umfangreiche Plattform kann über die Anforderungen von Teams hinausgehen, die lediglich Heatmaps auf Seitenebene benötigen
Preis: Contentsquare bietet einen kostenlosen Tarif an. Der Growth-Tarif beginnt laut den zum Zeitpunkt der Erstellung angezeigten EU-Preisen bei jährlicher Abrechnung ab 39 € pro Monat. Für Pro und Enterprise ist ein individuelles Angebot erforderlich.
Für wen eignet sich Contentsquare? Contentsquare eignet sich, wenn Heatmaps Teil eines umfassenderen Digital-Experience-Programms sein sollen, das Journey Analytics, umsatzbasierte Priorisierung, Monitoring und Governance über mehrere Teams hinweg umfasst. Einen detaillierteren Blick auf die Unterschiede bietet unser Vergleich Mouseflow vs. Contentsquare.
5. Crazy Egg
Am besten geeignet für: Marketing- und CRO-Teams, die übersichtliche visuelle Reports und die Möglichkeit suchen, Website-A/B-Tests direkt innerhalb derselben Plattform durchzuführen.
Die visuellen Reports von Crazy Egg umfassen Heatmaps, Scrollmaps, Confetti, Overlays und List Reports. Der Confetti Report stellt einzelne Klicks anhand verschiedener Zielgruppenmerkmale dar, während Overlays und Listen die auf der Seite dargestellten Elemente um konkrete Zahlen ergänzen.
Heatmap-Daten lassen sich mithilfe von mehr als 20 Zielgruppenfiltern segmentieren und exportieren. Dazu gehören unter anderem Zeitraum, Traffic-Quelle, UTM-Parameter, Nutzertyp, Gerät, Conversion Goals und benutzerdefinierte Variablen. Crazy Egg bietet außerdem Session Recordings, Web Analytics, Conversion Tracking, Funnels, Umfragen und KI-gestützte Analysen.
Das deutlichste Alleinstellungsmerkmal ist das integrierte A/B-Testing. Teams können mithilfe einer Heatmap Optimierungspotenziale auf einer Seite identifizieren, eine Variante erstellen und anschließend das Ergebnis messen, ohne dafür ein separates Testing-Tool einsetzen zu müssen. Erweiterte Targeting-Optionen für Experimente sind höheren Tarifen vorbehalten.
Datenschutz und Compliance: Crazy Egg gibt an, Funktionen zur Unterstützung von DSGVO und CCPA bereitzustellen, darunter Maskierungsoptionen, IP-Anonymisierung, Verschlüsselung und ein Data Processing Agreement. Kund sollten prüfen, welche Konfigurationen und vertraglichen Anforderungen für ihre jeweilige Region und Branche relevant sind.
Stärken
- Übersichtliche visuelle Reports mit konkreten Kennzahlen
- Mehr als 20 Zielgruppenfilter
- Integriertes A/B-Testing in entsprechenden Tarifen
- Unbegrenzte Domains und Teammitglieder in kostenpflichtigen Tarifen
- Funnels, Umfragen und Conversion Tracking inklusive
Einschränkungen
- Die verfügbaren Heatmap Reports und Session Recordings variieren je nach Tarif
- Erweitertes Targeting für A/B-Tests erfordert einen höheren Tarif
- Weniger spezialisierte Funktionen für Friction und Journey Analytics als umfassendere Plattformen
Preis: Ein kostenloser Tarif ist verfügbar. Kostenpflichtige Tarife beginnen bei jährlicher Abrechnung bei 29 US-Dollar pro Monat und können 30 Tage lang kostenlos getestet werden.
Für wen eignet sich Crazy Egg? Crazy Egg eignet sich, wenn dein Team einen einfachen Weg sucht, Optimierungspotenziale auf einer Seite zu identifizieren und Design- oder Content-Änderungen anschließend direkt auf derselben Plattform zu testen.
So wählst du die richtige Heatmap Software
Die Wahl der richtigen Heatmap Software beginnt mit der Entscheidung, die du treffen möchtest. Das passende Tool sollte die relevanten Besucher gezielt isolieren, ihr Verhalten korrekt abbilden und deinem Team dabei helfen zu entscheiden, was als Nächstes genauer untersucht oder geändert werden sollte.
Wenn du nur grundlegende Klick- und Scroll-Daten benötigst
Starte mit Microsoft Clarity. Der kostenlose Tarif kann grundlegende Fragen beantworten, etwa ob Besucher den wichtigsten CTA sehen, welche Navigationselemente Klicks erhalten und an welchen Stellen das Engagement beim Scrollen nachlässt.
Der kostenlose Mouseflow-Tarif ist eine weitere Option, wenn du Click Heatmaps, Scroll Heatmaps und Geo Heatmaps in einer Plattform testen möchtest, die später um umfangreichere CRO-Analysen erweitert werden kann.
Wenn du verstehen möchtest, wo Nutzer Schwierigkeiten haben
Betrachte mehr als nur die Klickdichte. Ein gutes Tool sollte zwischen Engagement und Frustration unterscheiden, Fehler oder wiederholte erfolglose Interaktionen erkennen und dich direkt zu den Sessions führen, die hinter dem jeweiligen Muster stehen.
Mouseflow eignet sich besonders für diesen Anwendungsfall, da Friction Heatmaps Frustrationssignale direkt auf der Seite visualisieren und mit umfassenderen Friction-Analysen und Session Recordings verbinden. Hotjar bietet ebenfalls Rage-Click-Maps für Teams, die eine einfachere Darstellung wiederholter Klicks benötigen.
Wenn du Heatmaps für CRO oder A/B-Testing nutzt
Priorisiere Segmentierungs- und Vergleichsmöglichkeiten. CRO-Teams sollten das Verhalten auf Mobile und Desktop, von Käufer und Nicht-Käufer, aus unterschiedlichen Traffic-Quellen oder zwischen verschiedenen Testvarianten untersuchen können, ohne die Analyse jedes Mal manuell neu aufsetzen zu müssen.
Mouseflow bietet einen dedizierten Side-by-Side-Vergleich von Heatmaps und dynamische Filter. Crazy Egg kann die bessere Wahl sein, wenn es wichtiger ist, A/B-Tests direkt innerhalb derselben Plattform zu erstellen und durchzuführen, als besonders tiefgehende Heatmap-Analysen zu nutzen. Contentsquare wird relevant, wenn Experimente Teil eines umfassenderen Enterprise-Optimierungsprogramms sind.
Wenn du dynamische Website-Elemente analysieren möchtest
Prüfe, ob die Plattform Dropdowns, Menüs, Pop-ups, Karussells, Filter und andere Inhalte korrekt darstellen kann, die sich nach dem ursprünglichen Laden der Seite verändern. Statische Screenshots können Klicks aus unterschiedlichen Seitenzuständen zusammenführen und dadurch ein irreführendes Heatmap-Bild erzeugen.
Mouseflows Interactive Heatmaps legen Verhaltensdaten direkt über die Live-Website, sodass Analyst dynamische Elemente öffnen und untersuchen können. Bei Hotjar können Teams Screenshots bestimmter Zustände aktualisieren oder manuell erfassen, was jedoch zusätzliche Vorbereitung erfordern kann.
Wenn du Heatmaps zusammen mit Session Replay nutzen möchtest
Alle fünf Plattformen bieten Session Recordings. Entscheidend ist jedoch weniger, ob Session Replay vorhanden ist, sondern wie gut es mit den übrigen Analysefunktionen verknüpft ist. Prüfe, ob du direkt von einem Heatmap-Element, Segment, einer Conversion oder einem Friction-Signal zu Session Recordings derselben Besucher wechseln kannst.
Mouseflow, Clarity, Hotjar, Contentsquare und Crazy Egg unterstützen diesen Workflow in unterschiedlichem Umfang. Vergleiche daher nicht nur, ob Session Replay auf der Feature-Liste steht, sondern auch, wie viel Filterung oder Konfiguration nötig ist, um die relevanten Session Recordings zu finden.
Wenn du Heatmaps und direktes User Feedback kombinieren möchtest
Hotjar ist eine bekannte Option für kleinere UX-Teams, die Heatmaps und Session Recordings mit Umfragen oder Feedback-Widgets kombinieren möchten. Mouseflow bietet ebenfalls Feedback-Umfragen und kann Antworten mit Session Recordings verknüpfen. Contentsquare bietet darüber hinaus Voice-of-Customer-Funktionen, die sich für größere Programme skalieren lassen.
Wenn du im E-Commerce arbeitest
Betrachte mehr als nur Klicks auf der Produktseite. E-Commerce-Teams profitieren von Checkout Funnels, Form Analytics, kaufbasierter Segmentierung, Friction Detection sowie der Unterstützung von Produktfiltern, Menüs, Warenkörben und anderen dynamischen Elementen.
Mouseflow eignet sich für Teams, die strukturierte Conversion- und Friction-Analysen entlang der gesamten User Journey benötigen. Clarity bietet kostenlose Conversion Maps für Projekte, bei denen Käufe erkannt werden. Crazy Egg bietet integriertes Testing, während Contentsquare größere E-Commerce-Unternehmen anspricht, die Umsatz- und Journey-Analysen über mehrere Märkte hinweg benötigen.
Wenn du eine unternehmensweite Analytics-Plattform benötigst
Contentsquare richtet sich an Unternehmen, die Experience Analytics, umsatzbasierte Priorisierung, Monitoring, Governance und dedizierten Support über verschiedene Teams und digitale Angebote hinweg benötigen. Bevor du dich für die Plattform entscheidest, solltest du prüfen, ob dein Unternehmen über die nötigen Ressourcen und Use Cases verfügt, um die umfangreicheren Funktionen tatsächlich zu nutzen – und nicht nur Heatmaps benötigt.
Wenn dein Unternehmen strenge Anforderungen an Data Governance hat
Prüfe die Datenschutzanforderungen, bevor du Funktionen vergleichst. Berücksichtige die Maskierungs- und Ausschlussmöglichkeiten der einzelnen Anbieter, Consent-Unterstützung, Optionen für Data Residency, Aufbewahrungseinstellungen, Zugriffskontrollen und die vertragliche Rolle des Anbieters gemäß den geltenden Datenschutzgesetzen.
Das ist insbesondere bei Microsoft Clarity relevant. Laut den Nutzungsbedingungen agieren Microsoft und der Website-Betreiber als unabhängige Controller. Die Bedingungen erlauben Microsoft außerdem, erhobene personenbezogene Daten für die in der Privacy Statement beschriebenen Zwecke zu verwenden, und untersagen den Einsatz von Clarity bei Inhalten aus den Bereichen Gesundheitswesen, Finanzdienstleistungen oder behördenbezogenen Informationen. Unternehmen in regulierten Branchen oder mit strengen internen Datenschutzrichtlinien sollten diese Bedingungen vor der Implementierung gemeinsam mit ihren Datenschutz- oder Rechtsteams prüfen.
Mouseflow bietet Maskierung von Eingabefeldern, Seitenausschlüsse, IP-Anonymisierung, Consent Controls und regionales Data Hosting, um Compliance-Anforderungen zu unterstützen. Kein Tool macht eine Website jedoch automatisch DSGVO-konform: Das Unternehmen muss weiterhin eine rechtmäßige Grundlage für die Datenverarbeitung schaffen, erforderliche Consent-Einstellungen konfigurieren und verhindern, dass unnötige personenbezogene Daten erfasst werden.
Kostenlose vs. kostenpflichtige Heatmap Tools: Was brauchst du wirklich?
Kostenlose Heatmap Tools können vollkommen ausreichen, wenn du eine konkrete, grundlegende Frage beantworten möchtest:
Sehen Besucher den wichtigsten CTA?
Welche Navigationselemente erhalten die meisten Klicks?
Wie weit scrollt der Großteil der Besucher auf der Seite?
Klicken Nutzer wiederholt auf ein Element, das nicht reagiert?
Microsoft Clarity ist für solche Anwendungsfälle eine solide kostenlose Option – insbesondere dann, wenn Traffic-Limits einen Session-basierten Tarif zu stark einschränken würden. Auch Mouseflow und Contentsquare bieten kostenlose Tarife, mit denen Teams ihre Workflows testen können, bevor sie sich für umfangreichere Funktionen entscheiden.
Ein kostenpflichtiges Tool wird besonders dann interessant, wenn die nächste Frage nicht mehr nur lautet: „Was ist passiert?“, sondern: „Welche Besucher haben es erlebt, was ist sonst noch auf ihrer User Journey passiert und was sollten wir als Nächstes untersuchen?“
Ein kostenpflichtiges Heatmap Tool lohnt sich, wenn du Folgendes benötigst:
- Detailliertere Filter und gespeicherte Segmente
- Analyse dynamischer oder interaktiver Elemente
- Heatmap-Vergleiche zwischen Geräten, Zeiträumen, Zielgruppen oder Seitenversionen
- Friction- und Fehlererkennung
- Längere Datenaufbewahrung oder höhere Traffic-Kapazitäten
- Zusätzlichen Kontext durch Forms, Funnels, Journeys oder Umsatzdaten
- Umfangreichere Datenschutz-, Zugriffs- und Governance-Kontrollen
- Integrationen mit Experimentation-, Analytics-, E-Commerce- oder Collaboration-Tools
Beim Preis solltest du auch das jeweilige Abrechnungs- und Nutzungsmodell berücksichtigen. Ein Anbieter rechnet möglicherweise nach Sessions ab, ein anderer nach Pageviews, während ein weiterer Heatmaps als Teil einer umfassenderen Enterprise-Plattform anbietet. Ein niedriger Einstiegspreis bringt wenig, wenn die Datenerfassung endet, bevor dein Team genügend repräsentative Daten gesammelt hat, oder wenn die benötigten Analysefunktionen erst in einem höheren Tarif verfügbar sind.
Auch Datenschutz sollte bei der Entscheidung zwischen kostenlosen und kostenpflichtigen Tools eine Rolle spielen. Eine kostenlose Plattform kann zwar Maskierungs- und Consent-Funktionen bieten, doch die vertragliche Rolle des Anbieters, die zulässige Datennutzung, Löschmöglichkeiten und Support-Verpflichtungen können sich von denen eines kostenpflichtigen Anbieters unterscheiden. Teams, die mit sensiblen Daten arbeiten oder in regulierten Branchen tätig sind, sollten diese Bedingungen vor der Implementierung sorgfältig prüfen.
Welches Heatmap Tool solltest du wählen?
Welche Lösung die beste Wahl ist, hängt davon ab, wie zentral Heatmaps für deinen Workflow sind, wie tiefgehend dein Team analysieren möchte und wie die gewonnenen Erkenntnisse in euren weiteren Optimierungsprozess einfließen.
Wähle Mouseflow, wenn Heatmaps ein zentraler Bestandteil deiner CRO- oder UX-Analyse sind. Sieben Heatmap-Typen, dynamische Filter, die Unterstützung interaktiver Elemente, Side-by-Side-Vergleiche und die Visualisierung von Friction helfen Teams dabei, Conversion-Hürden gezielt zu untersuchen, anstatt lediglich Klick- und Scrollmuster zu betrachten.
Wähle Microsoft Clarity, wenn Kosten und eine Traffic-Abdeckung ohne Limits für dich Priorität haben. Clarity bietet fünf Heatmap-Typen und Session Replay kostenlos. Unternehmen sollten jedoch die Bedingungen zur Datennutzung, Consent-Anforderungen und Einschränkungen für sensible Inhalte sorgfältig prüfen.
Wähle Hotjar, wenn ein kleineres UX- oder Marketing-Team einen vertrauten Workflow aus Heatmaps, Session Recordings und Feedback bevorzugt. Hotjar wurde 2021 von Contentsquare übernommen und seine Funktionen sind inzwischen Teil der Contentsquare-Plattform. Bestehende Kund können Hotjar weiterhin wie gewohnt nutzen, während Neukund zu den aktuellen Contentsquare-Tarifen weitergeleitet werden. Vor der Entscheidung lohnt es sich daher, die bisherigen Funktionen von Hotjar mit dem Contentsquare-Tarif zu vergleichen, der den Anforderungen deines Teams am nächsten kommt.
Wähle Contentsquare, wenn Heatmaps Teil eines unternehmensweiten Digital-Experience-Programms sind. Die Plattform ist besonders relevant, wenn mehrere Teams Journey-, Zone- und Umsatzanalysen sowie Monitoring- und Governance-Funktionen für digitale Angebote mit hohem Traffic benötigen.
Wähle Crazy Egg, wenn dein Marketing-Team Heatmaps und integriertes A/B-Testing in einem einzigen Tool nutzen möchte. Die Plattform bietet einen unkomplizierten Workflow, um Optimierungspotenziale auf einzelnen Seiten zu identifizieren und anschließend Design- oder Content-Änderungen zu testen.
Unabhängig davon, für welche Plattform du dich entscheidest: Beginne mit einer konkreten Fragestellung, segmentiere die relevanten Besucher und nutze Session Replay oder umfassendere Journey-Daten, um die Muster aus der Heatmap genauer zu untersuchen.
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